Das ist schon dreist von der Post.
Da muss man beim Nachsendeauftrag aktiv das Kreuz dafür wegnehmen, dass die Post die neue Adresse an Dritte verkaufen darf - aber damit ist das Ding noch nicht gegessen. Nein, da schickt einem die Post nochmal extra Karten zu, mit der Frage ob man wirklich nicht will, dass die neue Adresse an Adresshändler verkauft wird. Und wenn man diese nicht binnen 10 Tagen zurück sendet, dann sieht sie das als Eingeständnis und verkauft die Adresse trotzdem.
Das kannte ich bisher nur von meiner Sparkasse, die ihre Seiten des Nachts "schließt". Auch die ARD-Mediathek kennt sowas wie Öffnungszeiten und bietet Sendungen, die erst ab 16 Jahren freigegeben sind, erst ab 22 Uhr an ... und was macht man als Deutscher in Übersee? Gelten da andere Zeiten?
Hab soeben einen großen Unfall am Damschkeplatz gesehen. Ein Radfahrer schwerverletzt. Ein einbiegendes Auto hat ihn wohl umgefahren.
Da der Radweg an dieser Stelle für beide Richtungen freigegeben ist, ein gutes Beispiel dafür, dass sich Autofahrer nie sicher sein dürfen, dass der kreuzende Radweg nicht doch von beiden Seiten befahren werden darf! ... so die vielen blinden Autofahrer in ihrer Ignoranz eh schnallen, dass da Radfahrer kommen könnten.
[GUIuiui] - Über die Komplexität von User Interfaces
Ein sehr schöner Artikel, den auch nicht-Designer mal lesen sollten, sind die Beispiele von Brandon Walkin zu komplexen User Interfaces - und wie man sie vermeidet. Oder wie man zumindest den Eindruck eines komplexen UI für den Nutzer verringert.
[Bits&Bytes] - Keine Sicherheit bei 1&1 (Einsundeins)
Gerade große Internet-Anbieter wie 1&1 sollten es doch besser wissen. Aber nein, sie speichern meine Passwörter tatsächlich im Klartext und unverschlüsselt.
Das merkt man immer dann, wenn sie einem das Passwort im Klartext per Mail zusenden.
Ein Hack auf ihre Datenbank und man hat die Passwörter aller Kunden 1:1.
[GUIuiui] - Jensen Harris über das Design von Metro-Style Apps
Es ist ein sehenswerter Vortrag zu den neuen Metro-Style-Apps von Microsoft für Windows 8 (und für's Windows Phone) von Jensen Harris auf der "build".
Es ist eigentlich immer interessant, Chefs von User Experience Abteilungen zuzuhören.
Aber ob sich all die Hoffnungen, die Microsoft mit seinem Metro-Style verbindet erfüllen werden? Ich bin da eher skeptisch.
Zum einen werden sich die vielen Entwickler an die gut gemeinten Designvorgaben zu Metro-Apps für Windows 8 halten, wie sie es bisher immer getan haben: Nämlich kaum bis gar nicht. Denn auch für aktuelle Windows-Systeme gibt es wunderbare Style Guides und User Experience Guides, die aber von den normalen Entwicklern, die am Ende die Software bauen, kaum einer kennt oder sie gar verinnerlicht.
Zum anderen glaub ich sind die Nutzer doch konservativer als man sich als Designer wünscht - viele werden bei Windows 8 als erstes den Button zum Umschalten auf das "alte" Design suchen. Für Tablets und Phones mag die Kachelarchitektur funktionieren. Aber die PCs, die ebenfalls einen Touchscreen haben und damit auch bedient werden, lassen sich an einer Hand abzählen. Die schönen Metro-Apps werden als in tägliche Konflikte mit normalen Windows-Programmen und damit mit dem Nutzer geraten.
Aber schön anzusehen ist wie gesagt der Vortrag alle mal:
Ein wirklich beeindruckendes Video ... ein wenig schnell und mit Annotationen der zu sehenden Städte bei Nacht wär's noch besser. Aber allein diese Gewitter-Blitze in den Wolken - cool:
Wirklich ein Bringer sind Leute, die einem auf die Mailbox sprechen und dabei ihre 12-stellige Telefonnummer so schnell ansagen, dass man die Nachricht 5 mal abhören muss, um alle Ziffern korrekt mitzuschreiben.
Sehr schön.
Da gibt es also die nächsten Wochen in den Zeitungen viele Portraits von 15 Piraten auf ihrem Weg als unbeholfene junge Leute, die die große Politikluft schnuppern.
Und in 5 Jahren gibt's dann in der ZEIT Dossiers von 15 ehemaligen Abgeordneten der Piraten wie sie desillusioniert den Weg zurück ins echte Leben finden.
Durch einige Diskussionen gestern über Maps-Dienste im Netz erinnerte ich mich an ein gar nicht so altes Blog, auf dem Google Maps, Bing Maps und OpenStreetMap detailliert analysiert und verglichen wurden. Vor allem ihre Darstellung der Karten.
Leider gingen die Links von damals nicht mehr und auch sonst war das Netz von großer Ratlosigkeit erfüllt, wo denn die Seite 41latitude.com mit ihrem Macher Justin O'Beirne hin verschwunden sei.
Im Google-Cache war nichts zu finden - aber im Webarchiv konnte ich fast alle Artikel des Blogs wiederfinden und speichern.
Hier daher die Links zu einigen der archivierten Artikel - ein erneuter Lesebefehl! :-)
Bin ich wirklich so blind oder kann man bei OpenStreetMaps wirklich keine Routen suchen ... "Von Straße 1 zu Straße 2"
Das kann ich mir eigentlich nicht vorstellen. Und wenn man es kann und dennoch nicht finden ist das eine katastrophale Usability. Das würde aber zum generellen Erscheinungsbild der OSM-Seite passen. Das kommt allgemein sehr chaotisch und ungeordnet daher.
Warum nur hängen OpenSource-Projekte in Sachen Usability und Design meist hinter ihren kommerziellen Pendants hinterher? Liegt es daran, dass sie zumeist von Nerds supportet werden, die zwar was von genialem Code aber nichts von Grafik und User Experience verstehen.
Als einziges Projekt, was in Sachen UI/UE mit den kommerziellen Lösungen mithalten kann, fällt mir im Moment nur Firefox ein.
Heute ist irgendwie der Tag der Radfahrthemen - nicht nur hier.
Die FDP hat sich in Berlin als die Partei der Radfahrerhasser geoutet. Überrascht mich das? Nicht wirklich. Zur Vorstandssitzung fährt man in Deutschland nun mal lieber mit dem dicken Audi.
Der FDP-Slogan in Berlin dazu:
Warum teil die FDP nicht den Traum von einer autofreien Stadt?
Weil keine Frau der Welt mit dem Fahrrad zum Kreißsaal möchte.
Nun muss man kein Autofanatiker sein, um dem nickend irgendwie zuzustimmen - sowas wollen sicher die wenigsten Frauen.
Eigentlich müsste man in der Stadt an jedem Ding, was so aussieht wie ein Radweg, aber nicht benutzungspflichtig ist (kein blaues Schild!) ein Schild für all die Autofahrer aufstellen:
Achtung! Radfahrer dürfen hier auf der Straße fahren.
Hör also gefälligst auf zu hupen und wenn du überholst, halte den Sicherheitsabstand* ein!
*Wenn du keinen Sicherheitsabstand einhalten kannst, kannst du eben nicht überholen.
Ich hab lang nicht gesehen, dass Google Maps in seinen Satelliten-Bildern etwas verpixelt - aber scheinbar macht man das wohl doch. Sei es aus vorauseilendem Gehorsam oder auf staatlichen Druck.