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lifeLog - Politik
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[Politik] - Wort zum SonntagHabe ich das eben im "Wort zum Sonntag" richtig verstanden?
Die Pfarrerin Johanna Haberer hat dort indirekt dazu aufgerufen, deutsche Politiker sollten stärker ihren Glauben zeigen, so wie George W. Bush.
Ja aber hallo! Geht's noch?
Und dann das:
"Die Machthaber dieser Welt sind nicht sich selbst verantwortlich, sie sind Gott verantwortlich."
Vielleicht sollte der Dame mal jemand Nachhilfe in den Grundlagen einer Demokratie geben. Denn zumindest demokratische Machthaber sind einzig und allein ihrem Volk und sonst niemandem verantwortlich! |
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[Politik] - Verloren
So, nun steht es fest. Kerry hat verloren.
Und obwohl es schon länger klar war, hielten sich alle deutschen Sender den ganzen Morgen und Vormittag damit auf, alle möglichen "Was-wäre-wenn"-Spielchen für Ohio durchzudiskutieren. Das mutete desöfteren an wie die Moderation eines Handballspiels, dass beim Stand von 30:20 10 Minuten vor Schluss nochmal spannend geredet wird. |
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[Politik] - Wer die Wahl hat ...Am Dienstg wird gewählt. Das Thema wurde, wird und wird ausgewaltzt werden*. Zur Genüge.
Dennoch sei hier auf dieses Video verwiesen.
Einfach köstlich.
*Ich denke, das ist grammatikalisch so korrekt. Gegenvorschläge sind allerdings willkommen ;o) |
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[Politik] - Sprachregelung ...Wenn man jemanden bei einer Sach unterstützt, stellt man sich dann hinter ihn, oder vor ihn?
Ist es vielleicht das gleiche, oder gibt es eher eine Wertung wider, wie sehr man jemandem bei einer Sache beisteht?
Heißt es, wenn man sich vor einen stellt, dass man in vorderster Front noch vor ihm kämpft, wobei man, wenn man hinter ihm steht, lediglich so nett ist, sich nicht gegen ihn zu stellen?
So stellt sich Stolpe hinter Mehdorn, aber Schröder stellt sich vor Eichel. |
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[Politik] - Stichwort: Bochum
Ich weiß nicht, aber kommt da grade in mir der Jammer-Ossi durch?
Denn jedesmal, wenn ich in diesen Tagen etwas vom Verlust von 4.000 Stellen im Bochumer Opelwerk lese oder höre, denke ich zuerst:
"So, jetzt ist auch Bochum im Osten angekommen. Jetzt merken die mal, wie das ist!".
Nur so zum Verlgeich: In einem der größten Magdeburger Betriebe, dem SKET, waren 1990 13.000 Leute beschäftigt. Kurze Zeit später waren es nur noch knappe 500.
Ach ja ... und als zweites denke ich: Hätten sie mal bessere Autos gebaut. |
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[Politik] - BrainDrain aus dem OstenEndlich habe ich einen Artikel wieder gefunden, den ich vor ein paar Wochen in der "Welt am Sonntag" gelesen hatte.
Arnulf Baring: "Es fehlen die bürgerlichen Schichten"
Er konstatiert, dass der große BrainDrain, die große Abwanderung bürgerlicher Schichten, dazu führte, dass auch noch soviel Transfermittel in den Osten niemals so richtig Früchte tragen können. Und dass diese Abwanderung schon die letzten 50 Jahre stattgefunden hat, also keine Besonderheit der Nachwendezeit ist. |
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[Politik] - Großes KinoSo.
Jetzt hab ich die halbe Nacht gearbeitet, da kann ich auch gleich noch "Kerry&Bush Teil 2" schauen.
Und ich bin begeistert. Besser als ich erwartet hatte. Und Kerry wird mir mit jeder Antwort noch sympathischer und Bush mit seinem arroganten Dauerlächeln eiert ganz schön rum.
Das sieht sehr gut aus. |
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[Politik] - BuchempfehlungVor ein paar Tagen erst erschienen und schon bei mir auf dem Tisch:
Leben in Deutschland - Anatomie einer Nation
Das Buch zur Serie in der ZEIT. Mit Essays von "Wie man in Deutschland geboren wird" über "Wie man in Deutschland kocht und isst" bis hin zu "Wie man in Deutschland stirbt".
Ein Buch, was den Blick mal auf das große Ganze lenkt, raus aus dem täglichen kleinklein in unserem Lande.
Für mich eines der besten Bücher dieses Jahres! |
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[Politik] - Deutsche und die Autorität| Die deutsche Eigenart lag nicht im Widerstand gegen individuelle Freiheit und Gleichheit oder in einer Vorliebe für absolute Herrschaft. Deutschland ist niemals ein Land des roboterhaften Gehorsams gewesen. Jedoch hat die historische Erfahrung bei der Mehrheit der Deutschen erheblich größere Angst vor der Anarchie als vor der Tyrannei zurückgelassen. Vor diese Entscheidung gestellt, neigen sie dazu, sich auf die Seite der Autorität zu schlagen. Dies in dem Glauben, dass Freiheit, sofern sie erst einmal errungen ist, nicht durch noch mehr Freiheit gesichert werden kann, sondern nur durch Disziplin. |
Ein Zitat aus einem Artikel von Sven Ozment - "Deutschland, du kannst es besser". Nicht allem in diesem Artikel kann ich zustimmen, aber an dem Zitat ist etwas wahres dran. |
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[Politik] - Nazis wählen NazisBis jetzt hab ich mich ja noch nicht zur Wahl der Nazis in Brandenburg und Sachsen ausgelassen. Warum eigentlich?
Denn an diesen Worten von Nico ist viel wahres dran:
Den Schrott von den Protestwählern kann ich auch nicht mehr hören. Diese Mär vom Wähler der in der Kabine steht und zu sich sagt: “Jetzt zeig ich es denen da oben aber mal, jetzt wähl’ ich mal eben die Nazis, doh!” Was ist denn das bitte für eine hirnrissige Herangehensweise? Um dem Kanzler zu zeigen, dass mir seine Politik am Ar*** vorbei geht wähle ich jetzt mit einem Male etwas, was mir gar nicht gefällt, was ich vielleicht sogar abgrundtief hasse. SO EIN QUATSCH! Soll das des Volkes Drohung sein? Macht die Politik die wir wollen, sonst kehren wir zurück zum dritten Reich? Wer behauptet DVU- und NPD-Wähler seien bloss Protestwähler verharmlost IMHO die Situation.
Zitat von Nico/Webpropaganda |
Ich denke auch, das der Begriff von der Protestwahl in vielen Fällen nur als Ausrede her halten muss, um sich nicht mit der Materie beschäftigen zu müssen. Und wenn die DVU erneut in den Landtag gewählt wird, ist das kein Protest mehr. Dann unterstell ich mal Überzeugung und Sympathie. Oder zumindest Dummheit. Genau die Dummheit, die in den 30er Jahren zu der flächendeckenden Schar von Mitläufern und Sympathisanten geführt hat.
Warum werden aus Protest nicht die "Partei bibeltreuer Christen" oder die "Grauen Panther" oder andere harmlose Parteien gewählt?
Weiterhin kommt hinzu, dass sich die Leute nichts daraus machen, dass sie sich nicht schämen, in der braunen Suppe ihr Kreuz zu setzen. Bei 23% für die NPD in Schöna und einer Wahlbeteilligung von 60% ist das immer noch jeder 7. Bürger, der aktiv die Nazis gewählt hat. Die Dunkelziffer in Form von nichtwählenden NPD-Anhängern mal nicht mitgerechnet. Dabei liegt die Arbeitslosenquote in der Sächsischen Schweiz mit 16% weit unter dem Ostdurchschnitt. Und der Ausländeranteil ist kaum messbar (1,6%). Wie würden NPD-Wähler da reagieren, wenn sie einmal 4 Wochen in Frankfurt oder Bremen leben sollten? Ticken die dann völlig weg? Kriegen die Schreikrämpfe? Laufen die Amok?
Und wir sind vor 2 Wochen noch mittendurch gefahren. Ich hatte im Hinterkopf immer den Erfolg der NPD bei den Kommunalwahlen. Und ich hab nichts finden können, was einen solch starken Frust, einen solchen Hass, rechtfertigen könnte, den Deutschen (und der Welt) ein 4. Reich herbeiwählen zu wollen.
Schmucke Häusschen. Chicke Strassen. Kaum verfallene Bauten. Keine sichtbare Armut. Keine Trabbis, nur neue Westautos. Und nach dem Hochwasser vor 2 Jahren wurde alles mehr als nur wiederhergerichtet. Der Campingplatz in Königstein ist der modernste, den ich je gesehen habe.
Ob der Campingplatzwart auch die Nazis angekreuzt hat? Oder die Verkäuferin im Fotogeschäft? Oder die Apothekerin? Oder der Fremdenführer auf der Festung? Oder der Förster, der uns freundlich den Weg beschrieb? Oder die Kassiererin im neuen EDEKA? Oder der Fährmann? Vielleicht der Mann mit dem Kind auf der Parkbank?
Einer von ihnen mit Sicherheit. Vielleicht sogar mehr. 23% kommen nicht von ungefähr.
Und keiner sah aus wie ein Nazi. Keiner rannte in Springerstiefeln rum. Keiner von ihnen hatte eine Glatze oder hatte sein Auto schwarz-weiß-rot gestrichen.
Braun ist eine salonfähige Farbe in Sachsen geworden. Ein Farbe, die von Anwälten, Ärzten, Geschäftsleuten getragen wird. Die sich im Bürgertum (wieder) verankert hat. Der man sich nicht schämen muss.
Eine Lösung durch Aufklärung? Noch mehr Aufklärung? Alle Nazis(-wähler) dürften es in der Schule genügend gehört haben. Und sie hören es täglich aus allen Medien.
Letztens las ich das Zitat: "Die Leute wollen gar nicht, dass man ihnen die Dinge erklärt."
Das ist leider traurig, aber wahr.
Trotzdem muss man dagegen angehen, ankäpmfen, anschreiben. Man muss mit den Leuten reden, ihnen Lösungen anbieten, eine Alternative. Indem man sie als Protestwähler abtut und zum Alltagsgeschäft zurückgekehrt ist keinem geholfen. |
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[Politik] - SensibelchenOh ja. Das konnte man ja schon ahnen, da hatte unser verehrter Herr BuPrä den Satz noch nicht mal zu Ende gesprochen. Ein Raunen, ein Aufschrei geht durchs Land, weil er eine kleine Wahrheit ausgesprochen hat.
Ja, in Deutschland haben nicht alle die gleichen Lebensverhältnisse. Hatten sie nie (egal in welchem Jahrhundert!). Und werden sie auch nie haben.
Ein sehr schönen Artikel hat dazu Claus Christian Malzahn bei SPON geschrieben.
Mit jeder Montagsdemo und jeder solchen Diskussion frage ich mich: Reagiert dieses Land und seine Leute nur noch auf platte Polemik und ist nicht mehr fähig selber zu denken??? |
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[Politik] - Mehrheit für Hartz IVEin guter Beitrag von Sonja in Arnes Blog (da hab ich wohl mal irgendwas verpasst) hat mich zu folgender Überlegung veranlasst:
Die letzten Montage sind tausende auf die Strasse gegangen, um gegen Hartz IV oder ähnliches zu protestieren. Millionen von Bundesbürgern sind aber NICHT zu diesen Demos gegangen. ... "politisches Engagement durch Unterlassen" ...
Kann man da nun davon ausgehen, dass tausende dagegen und Millionen dafür sind? Irgendwie ja eigentlich schon.
Oder um es in den Worten eines Informatikers/Mathematikers zu sagen:
Ich bin nicht hingegangen, weil ich dafür bin. Ich kenne noch jemanden, der ebenfalls nicht hingegangen ist, weil er für Hartz IV ist. Damit ist nach dem Beweisverfahren der vollständigen Induktion bewiesen, dass alle, die nicht hingegangen sind, FÜR Hartz IV sind.
Na das ist doch mal eine gute Nachricht! :o) |
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[Politik] - Schmidt-ZitatEin großes Problem der europäischen Wirtschaft ist die Überregulierung. ... Unzählige Paragraphen und Gesetze. Ein glückliches Volk sind nur die Italiener. Die müssen sich nicht immer an alle halten
Helmut Schmidt im ZEIT Matinee am 19.10.2003 |
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[Politik] - Nachrichten-Entzug
Nach 14 Tagen ohne Internet und Nachrichten (die täglichen amerikanischen TV-News über den Raubüberfall im benachbarten Supermarkt zählen nicht!) war es ja sehr überraschend, was sich so hier alles getan hat.
Rücknahme der Rechtschreibreform?
Kaum wird es in Deutschland heiß, ist auch das Sommerloch zur Stelle. Und natürlich jeder muss einen fetten Bauchklatscher in das langehrsehnte Dunkel wagen. Allen vorran die BILD-Zeitung. Nun gut. Ich bezweifle ja, dass deren Leser die Regeln zur Zusammenschreibung von lange Reihen bildenden Wörtern mit bedeutungsverstärktem ersten Bestandteil schon vor der Reform kannten. Nun wollen sie sie also zurück.
Hoffen wir auf eine baldige Wetterabkühlung und eine Schließung des Loches.
Größte Anti-Hartz-Demo in Magdeburg?
Ja wie jetzt? Was sollte denn das? "Montagsdemo"? Mal davon abgesehen, dass dies ein grober Mißbrauch des Namens aus unserer jüngeren Geschichte ist ...
Aber ich sag's ja schon immer. Die Ossis kapieren es einfach nicht. Und scheinbar ist Magdeburg im Tal der Ahnungslosen auch noch der tiefste Punkt.
Wenn ich hier die Lokalpresse lese, kommen mir echte Zweifel, ob einer von denen sich die Veränderungen mal genauer angesehen hat. |
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[Politik] - ReformstoppDass die CDU gegen Reformen jeglicher Art ist, wissen wir ja schon. Nun wollen aber 5 CDU-Mipräs aber auch die Rechtschreibreform rückgängig machen.
Gut, ich war auch nie ein großes Verfechter. Aber sie wurde nun mal eingeführt und über viele Jahre praktiziert.
Was mich aber mal brennend interessieren würde: In welchen Bundesländern haben die großen deutschen Schulbuchverlage ihren Sitz. Doch wohl nicht etwa in einigen dieser 5 Länder?
Wundern würde es mich ehrlich gesagt nicht. |
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[Politik] - Gospel - Das EvangeliumGospel-Musik hört sich wirklich schön an. Sie kann einen mitreißen. Geht in Ohr, Hand und Bein.
Trotzdem nehm ich mir an dieser Stelle das Recht auf ein bisschen Böswilligkeit heraus:
Denn Gospel schien mir gestern Abend nur so lange hörbar, wie man nicht auf den Text hörte.
Aber selbst wenn man dies nicht tat, erschienen die 'Rite Spirit Gospel Singers' gestern Abend wie die leibhaftige Mischung aus einer Blubberbrause-Werbetruppe und einem Motivationstrainer.
"He gave me the power to walk right. Thank the victory to Jesus."
Klingt wie aus der Texteschmiede von Nike:
"They gave me the power to walk right ... Yeah yeah.
Thank the victory tooooo nike"
Würde sich sogar besser reimen.
Aber richtig interessant wirds, wenn man wirklich auf die Texte hört:
"Raise your hands! Praise the lord! Praise the lord for me"
Und alle strecken die Hände nach oben. Das Publikum tobt.
Man stelle sich das mal vor! In einer der wohl unkatholischsten Regionen Deutschlands reagieren die Leute ohne nachzudenken auf Ausrufe wie:
"Streckt eure Hände nach oben! Jaaa, lobet den Herrn, lobet den Herrn für mich!"
Gut. Im Grunde sind Gospel-Sänger auch nichts anderes als Verkäufer. Wie Nike, Coca-Cola oder Aal-Kalle vom Wochenmarkt. Sie verkaufen vielleicht etwas weniger Produkt, und dafür etwas mehr Glauben. Aber im Grunde ist es dasselbe. |
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