[Magdeburg] - Dilletanten des Internets in Magdeburg
Bei der Verwaltung Magdeburgs scheint sich eine große Senke der Informatikkompetenz zu befinden. Nachdem die Seiten des IT-Dienstleisters der Magdeburger Verwaltung "gehackt" wurden wurde nun scheinbar die Seite zum Jahr der Jugend der Stadt Magdeburg abgeschossen. Ein Hacker hätte die Datenbanken "umgeschrieben und gelöscht" (Quelle: Volksstimme 22.2.11).
Ja entweder oder ... aber geändert und dann gelöscht?
Egal. Man hatte kein Backup. Ich weiß, ich bin Backup-Paranoid: Aber Leute, ein Backup einer Webseite mit Datenbank, noch dazu einer öffentlich wahrgenommenen und steuerlich finanzierten Seite sollte schon drin sein. USB-Sticks und externe Festplatten gibt es in jedem halbwegs sortierten Elektronikfachhandel.
[Politik] - Guttenberg zieht sich selbst aus dem Sumpf
Schon beeindruckend wie der Guttenberg das geschafft hat sich aus der Affäre zu winden. Nach dem Auftritt gestern wird ihm in Sachen Dissertation keiner mehr was anhaben können. Leider?
[Politik] - Das letzte Zucken der Kreiswehrersatzämter
Ist schon amüsant zu sehen: Das letzte Zucken der Kreiswehrersatzämter und das verbale dagegen Ankämpfen der Belegschaft erinnert mich stark an den Beginn der 90er in der DDR:
Doch Dittrich kämpft. Er will sich bis zum Sommer, wenn konkrete Entscheidungen fallen sollen, mit aller Macht gegen den Untergang seines Hauses stemmen. "Und das werden wir auch schaffen", sagt Dittrich ohne Zögern. "Dann werden wir zwar nicht mehr Kreiswehrersatzamt heißen, aber vielleicht Personalmarketing-Agentur oder Beratungszentrum." Er klingt überzeugt, obwohl es derzeit noch nicht viel potentielles Personal zu beraten gibt.
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Dittrich steht vor der Mammutaufgabe, einer Behörde quasi über Nacht Service beizubringen. Umdenken ist angesagt: Sie laden keine Menschen mehr vor, sie laden Menschen ein. Sie konkurrieren am freien Stellenmarkt um Interessenten. "Und genau so müssen wir uns jetzt auch verhalten", sagt Dittrich. "Es geht zum Beispiel nicht mehr, dass man jemanden erst mal 90 Minuten warten lässt, bevor die Musterung beginnt." Es ist ein erster Schritt der Erkenntnis.
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Es ist der verzweifelte Versuch, sich für die freiwilligen Bewerber aufzuhübschen, attraktiv zu sein. Nicht alle Mitarbeiter hätten diese 180-Grad-Wende sofort verinnerlicht, heißt es im Kollegenkreis. Den einen oder anderen musste der Chef etwas deutlicher darauf hinweisen.
[Webfundstücke] - Video der Woche - Kämpfend sterbender Wikinger
Diesen Animationsstil mag ich sehr - er erinnert mich irgendwie an den inzwischen sehr alten Kurzfilm eines kämpfenden Mönches. Diesmal ist es ein Wikinger - der unbedingt im Kampf fallen möchte um den Himmel aller mutigen Wikinger einzuziehen: Walhall
Werde meine c't-Sammlung der letzten 11 Jahre nun entsorgen. Die Artikel gibt es ja für plus-Abonnenten wie mich alle in feinstem PDF zum Download bzw. auf DVD.
Sehr schön auch aus Visualisierersicht: Die Grafik zur überblickshaften Darstellung aller Seiten mit Plagiaten in Guttenbergs Dissertation aus dem GuttenPlagWiki.
Sollte Kanzler Guttenberg wirklich über die Plagiatsaffäre stolpern, wird es in Zukunft leichter, unseren Studenten zu vermitteln, warum ein schamloses Kopieren ohne Quellenangabe zur Exmatrikulation führt und nicht nur zum erhobenen Zeigefinger.
Wenn Guttenberg das alles aber an sich abgleiten lässt, war's das mit der Glaubwürdigkeit bei der studentischen Ausbildung - dann werden auch die letzten Dämme brechen und Copy&Paste zur zwingenden Zugangsvorraussetzung für alle Geisteswissenschaftler schreibwütigen Studiengänge.
[Radfahren] - Ungeklärte Fragen der Menschheit - Radfahrerrotz
Selbst wenn man völlig verschnupft ist, stoppt die Nase beim Radfahren den Rotzfluß. Dafür setzt er exakt dann wieder ein, wenn man vom Rad steigt.
Woran das wohl liegt?
Hat das mit der "Kopf-In-Den-Nacken"-Radfahrerhaltung zu tun?
P.S.: "Radfahrerrotz" liefert bis heute 0 Treffer bei Google. Wie heißen eigentlich solche Suchbegriffe, die sinnvoll klingen, aber noch keinen Treffer erzeugen?
Eine relativ neue Entdeckung im Netz der technischen Unmöglichkeiten sind 360-Grad-Videos. Ein solches Beispiel kann man sich hier (mit einem schnellen Rechner&Browser) ansehen:
Irgendwo hatte ich auch noch eins von einem Flug mit einem Helikopter - muss ich mal raus suchen.
[GUIuiui] - Mit Nutzern allein ist kein Blumentopf zu gewinnen
Ein interessanter Text, der am Beispiel von Apple und IKEA zeigt, dass Entwicklungen auf der Basis von Nutzerstudien und der Befragung von Nutzern ("User-Led Innovation") nicht zu herausragenden Produkten führen.
One evening, well into the night, we asked some of our friends on the Apple design team about their view of user-centric design. Their answer? “It’s all bullshit and hot air created to sell consulting projects and to give insecure managers a false sense of security. At Apple, we don’t waste our time asking users, we build our brand through creating great products we believe people will love."
One of us had the privilege of working closely with IKEA’s global brand and design leaders; at IKEA the unspoken philosophy is: “We show people the way.” IKEA designers don’t use user studies or user insights to create their products. When I asked them why, they said “We tried and it didn’t work.”